Edvard Munch

14. Februar 2012

Zur Zeit laufen noch zwei große Edward-Munch-Ausstellungen in Deutschland.

In Bremen gibt es bis zum 26.Februar in der Kunsthalle “Rätsel hinter der Leinwand”, sowie die Ausstellung im Kupferstichkabinett “Liebe, Angst und Tod in Werken von Edvard Munchs Zeitgenossen” zu sehen.

In Frankfurt wurde vor wenigen Tagen die Ausstellung “Edvard Munch – Der moderne Blick” eröffnet. Über diese Ausstellung kann man sich übrigens online durch die Beilage der FAZ gut informieren.

Wir haben uns folgende Bilder angesehen um diesen Maler etwas näher kennen zu lernen:

Das kranke Kind 1885-6 

Inger auf See 1889

Der Schrei (Skizzen ab 1892)

Vier Mädchen auf der Brücke 1901

Die vier Söhne von Max Linde 1904

 

Die “Sacri Monti” in Italien

14. Januar 2012

Zu Weihnachten scheint es so langsam zur Tradition zu werden, dass wir uns mit besonderen Werken der Christlichen Kunst befassen.

Letztes Jahr waren es die Engel, dieses Mal haben wir die Sacri Monti in Italien besucht.

Was das sind? Es sind Heilige Berge, die mit Kapellen besetzt sind, in denen entweder die Geschichte Jesu dargestellt wird oder die eines Heiligen.

Wer mehr wissen will, geht auf diesen Link:

http://www.sacrimonti.net/User/index.php?PAGE=Sito_deu/app_storia_1

Ursprung ist der Wunsch die Orte, wo das Christentum entstanden ist und zu denen eine Pilgerreise mühsam zu bewerkstelligen ist, in der näheren Umgebung wieder zu finden. Pilgern war im Mittelalter ein Ausdruck besonderer Frömmigkeit. Damals waren die drei wichtigsten Wallfahrtsorte:  Jerusalem, Rom undSantiago de Compostela. Für die, die nicht pilgerten, wurden „ersetzende Andachtsübungen“ eingeführt. Das heißt, dass nun das Pilgern zu einem Wallfahrtsort zusammen mit einer frommen Handlung als Ersatz für eine Pilgerfahrt nach Jerusalem galt. So entstanden Stätten, die durch ihre Weihung, ihre Architektur und ihre Kunstwerke die Heiligen Stätten nachbildeten, wie das “Neue Jerusalem von Varallo Sesia“ im Piemont

http://de.wikipedia.org/wiki/Sacro_Monte_di_Varallo

und das “Neue Jerusalem von Montaione” in der Toskana

http://www.sanvivaldointoscana.com/de/die_kapellen.htm

Varallo Sesia hat sich im Laufe der Zeit verändert, während das Neue Jerusalem von Montaione (=San Vivaldo) beinahe unverändert blieb. Im Zuge der Gegenreform und durch das Wirken des Heiligen Karl Borromäus (1538-1584) wurden dann im Gebiet der nordwestlichen Alpen und Voralpen eine Reihe von Andachtswegen, die sogenannten Heiligen Berge, gegründet. Im späten XVI. Jahrhundert wurden die Heiligen Berge von Crea und Orta gegründet. Anfang 1600 entstand der Heilige Berg von Varese und in den danach folgenden Jahrzehnten jene von Oropa, Ossuccio, Domodossola, Ghiffa und Belmonte. Zur Errichtung dieser neuen Sakralbauten wurden Orte gewählt, die schon damals als Ort der Andacht galten, wie zum Beispiel eine Wallfahrtskirche, oder Orte, in denen alte heidnische Kulte überliefert und die dann bekehrt worden waren, oder aber Orte, die wegen ihrer Geschichte und Tradition bereits berühmt waren. Ich zitiere das hier aus:

http://www.sacrimonti.net/User/index.php?PAGE=Sito_deu/sacri_monti_del_piemonte_e_della_lombardia

Orta:

http://www.sacrimonti.net/User/index.php?PAGE=Sito_deu/sacro_monte_orta&argo_id=6

Wer die heiligen Berge näher kennen lernen will, kann sich die Bilder auf den verlinkten Seiten anschauen. Es handelt sich dabei um teilweise figürliche Darstellungen aus Ton mit lebensechter Bemalung, teilweise um gemalte Bilder an den Wänden der Kapellen.

Hier ein paar eigene Bilder vom Heiligen Berg von Orta, wo die Geschichte des Heiligen Franziskus erzählt wird:

Porträts Teil 3 – Das Selbstporträt

14. Januar 2012

Als letztes haben wir uns in der Reihe die Kunst des Porträts einige berühmte Selbstporträts angeschaut.

- Albrecht Dürer: Selbstporträt mit 13 Jahren, Silberstiftzeichnung

http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCrers_Selbstbildnisse

- Albrecht Dürer, Selbporträt im Pelzrock

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Self-portrait_at_13_by_Albrecht_D%C3%BCrer.jpg&filetimestamp=20101023171601

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/archive/f/fc/20110903073641%21Duerer01.jpg

Bei diesem Bild ging es uns besonders um die Haltung und Selbstdarstellung nach Art der Christusbilder und damit dem unermeßlich gewachsenen Selbstbewusstsein des Künstlers.

- Peter Paul Rubens, Der Maler mit seiner Verlobten mit Isabella Brandt in der Geisblattlaube, 1609

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/55/Peter_Paul_Rubens_105.jpg

Details: 

Porträts – Teil 2

18. September 2011

Unser letztes Treffen fand am 15.9. (es war vom Mittwoch auf den Donnerstag verschoben). Wir haben uns weiter mit dem Thema Porträt beschäftigt und werden es auch beim nächsten Mal noch tun!

Zuerst haben wir uns noch eine kleine Statuette aus der hellenistischen Epoche der Antike angeschaut. Auf diese Figuren werden wir später noch einmal zurückkommen …

Statuette eine verkrüppelten Sklavens, späthellenistisch  150- 50 v Chr.

Dann aber ging’s weiter mit dem Mittelalter, weil es im Allgemeinen heißt, dass das Porträt, also das naturgetreue Bildnis einer Person, in der Zeit zwischen römischer Antike und Mittelalter kein Thema der Kunst war. Wenn man allerdings das Stifterbildnis im Gunold-Evangeliar im letzten Post betrachtet, könnte man da anderer Auffassung sein …

Apostel an den Chorschranken in Halberstadt, das Bild stammt aus Wikipedia

Man kann auch fragen: Sind die beiden Apostel von den Chorschranken in    Halberstadt aus der Zeit um 1200 noch keine Bildnisse, obwohl sie schon sehr lebendig und aktiv wirken?

Können die Gestalten der Uta und des Ekkehard im  Naumburger Dom echte Porträts sein, auch wenn sie um 1250  und damit  hundert Jahre nach dem Tod der Dargestellten  entstanden sind?

Fest steht immerhin in der Kunstgeschichte, dass das erste Gemälde mit einem Porträt den König Johann  den Guten darstellt und um 1360 entstanden ist.

Und dann fangen auch die Künstler an, ein Bildnis von sich  selbst in ihren Werken anzubringen, so wie es der Baumeister  Peter Parler im Prager Dom um 1400 gemacht hat.

Die Renaissance bringt eine Flut von Bildnissen mit sich, nicht mehr nur von Männern sondern auch von Frauen, immer noch allerdings nur von solchen Persönlichkeiten, die die Macht, das Geld oder das Ansehen besaßen, sich selbst darstellen lassen zu können. Zu diesem Thema läuft im Übrigen gerade eine große Ausstellung “Gesichter der Renaissance” im Berliner Bode Museum.

Das berühmteste Porträt, das dort zur Zeit zu sehen ist, ist die “Dame mit dem Hermelin” von Leonardo da Vinci, das um 1500 entstanden ist.

Leonardo da Vinci, Dame mit Hermelin, das Bild stammt aus Wikipedia

Wer sich für dieses Porträt interessiert, sollte unbedingt die Informationen aufrufen, die unter “PERSON” und “KUNSTWERK” unter dem Bild anzuklicken sind.

Und wenn man weiterklickt, kann man sich praktisch die ganze Ausstellung virtuell vor Augen führen! Ein echtes Geschenk, das die Berliner Museen, da den – virtuell – Kunst-Begeisterten machen. Danke!

Porträts – Teil 1

17. September 2011

Hier kommen endlich die Links vom Kunstsurfen vom 10.August 11

 Unser Ausgangspunkt war das Porträt und Stifterbildnis auf  dem Marienbild von Van Eyck. Dazu haben wir uns erstmal ein  viel früheres Stifterbild angesehen und zwar aus dem Gundold-  Evangeliar, um beide dann mit der Maria von Gentile da  Fabrino zu vergleichen.

Und dann sind wir noch mal viel tiefer in die Vergangenheit  zurückgegangen zu einem der berühmtesten Porträts, der Nofretete.

 Die römischen Porträts haben wir über diesen  Link kennengelernt. Auf dieser Seite kann man sich übrigens  insgesamt hervoragend über antike Plastiken informieren.

Mumienporträts dieser Zeit aus Fayum findet man hier und  auf dieser Seite.

Und damit war unsere Stunde auch schon wieder zu Ende. Wir haben uns darauf geeinigt, auch in den nächsten Treffen noch beim Porträt zu bleiben.

Der nächste Termin wurde verschoben auf den 15.9.2011

Kunstvergleich

23. Juni 2011

Das letzte Mal haben wir uns noch mal mit der Frage nach der Definition von Kunst befasst. Zuerst aber haben wir Ursels Hinweis auf die Boogie-Woogie Bilder von Piet Mondrian verfolgt. Ursel schreibt dazu:

“Die beiden bekanntesten Boogie Woogies habe ich 1995 gesehen, da gab es im Museum of Modern Art eine Mondrian Ausstellung. Die Ausstellung war nach Phasen eingeteilt, diese letzte bis zu seinem Tod ist die Zeitspanne New York 1940 – 1944.

Er war 68 als er 1940 nach N.Y. emigrierte, wurde dort von alten und neuen Freunden unterstützt. Der Rhythmus und die Musik der Stadt beeindruckten ihn. Er wurde besonders inspiriert durch die neueste Entwicklung des Jazz und  Boogie Woogie. Er hatte dann eine Ausstellung mit 15 Boogie woogies? (weiß ich nicht so genau).

Ein Höhepunkt seiner letzten Periode ist Broadway Boogie Woogie von 1942 – 43.

http://en.wikipedia.org/wiki/Broadway_Boogie-Woogie

Es folgt deutlich dem Grundriss von N.Y. Ich finde es erstaunlich, dass er im Alter von seinen schwarzen Gitterlinien abgewichen ist, sie sind jetzt gelb und mit vielen kleinen Quadraten bestückt. Trotzdem gibt es noch die bekannte Struktur. Viel Arbeit hat er hineingesteckt in sein letztes aber unvollendetes Bild Victory Boogie Woogie of 1942-44.

http://www.gemeentemuseum.nl/index.php?id=031845&langId=en

Ich habe bei youtube ein video gesehen, der Victory kommt nach Holland zurück, wird in Anwesenheit der holländischen Königin gefeiert.

http://www.youtube.com/watch?v=A-Oq0jbBS5I&feature=related

Interessant einige Videos, die „Mondrians“ in 3D auflösen und mit Musikunterstützung sehr gut akustisch und plastisch rüberkommen. Vielleicht hätte ihm das gefallen, denn das hat der Maler vermutlich in seiner geistigen Vorstellung mit Tiefen und Tönen auch so empfunden und auf die Leinwand bannen wollen.”

Aber hallo! Dieser Kommentar von Ursel löste bei unserem neuesten Teilnehmer sofort vehementen Widerspruch aus, so in dem Sinne, dass das alles keine Kunst sei, was die abstrakten Maler und Bildhauer gemacht haben, sondern nur – ich sag es mal gelinde – dummes Zeug.

Darauf sind wir zu dem Zitat von Max Ernst übergegangen: „Kunst ist nicht Sichtbares wiederzugeben, sondern Unsichtbares sichtbar zu machen.“ Und haben uns zusammen die Bilder von der Malerin Sybille Lampe

http://www.thommy-mardo.de/sybille-lampe/0497579aa6148a407/index.html

(s. auch letzter Post) angesehen, die aber auch keine rechte Gnade bei unserem neuen Teilnehmer fanden. Als Kontrast dazu hatte ich mir ein Bild von Jan van Eyck ausgesucht:

Jan Van Eyck, Madonna mit Kind und der Canonikus Georg van der Paele. c. 1435, Flemish, Northern Renaissance.

Alle hielten das Bild sofort und eindeutig für “Kunst”. Sogleich verfingen wir uns in einer Debatte über die Perspektive, da die Linien nicht ganz einheitlich fluchten. Es hat sich aber doch herausgestellt, dass sie alle bei der Madonna als Mittel- und Zielpunkt des Bildes zusammen treffen. Auch das Gesicht des Kanonikus löste Diskussionen aus, speziell die Interpretation seines Gefühlszustandes im Angesicht des Todes. Denn er erscheint ja auf dem Bild als Stifter unterstützt von zwei Heiligen als seinen Fürsprechern vor der Muttergottes. Inwieweit sein Gesicht dabei Angst vor dem Jenseits ausdrückt, sei dahingestellt.

(Eine Einfügung: Werner hat dazu noch folgenden Kommentar geschickt:

"3. Mund, bitter, knapp
Die Lebenserfahrung der Opfer zeigt sich in ihre Bitterkeit. Auf ihren
Lippen bildet sich ein bitteres Schweigen. Ihnen wird niemand mehr
etwas vormachen. Sie wissen, wie die Dinge gehen. Wer betont
enttäuscht ist, gewinnt vielleicht sogar einen kleinen Vorsprung vor
dem Schicksal, einen Spielraum für Selbstbehauptung und Stolz. Die
Lippen, die sich vor Härte zusammengepresst und zu dünnen Strichen
verengt haben, verraten die welterfahrene Seite bei den Betrogenen.
Schon manche Kinder, denen das Leben übel mitgespielt hat, haben diese
bitter knappen Münder, denen man so schwer noch irgendeine Zustimmung
zu etwas Guten ablisten kann. Das Mißtrauen ist die Intelligenz der
Benachteiligten. Doch leicht wird der Mißtrauische abermals zum
Dummen, wenn seine Bitterkeit ihn auch an dem vorübergehen läßt, was
nach all dem Schmerzlichen gut täte. Glück wird immer aussehen wie
Betrug und wird viel zu billig scheinen, als daß es der Mühe lohnte,
nach ihm zugreifen. An vergangene Erfahrung gebunden, wissen die
zynisch bitteren Lippen nur das eine: daß letztlich doch alles
Täuschung ist und daß niemand mehr sie dahin bringen wird, weich zu
werden und, das Rote nach außen kehrend, irgendeiner Versuchung des
Weltschwindels sich hinzugeben." Zitat aus: 
Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft, 1983 Seite 274-275)

Eine Differenzierung des Begriffes Kunst gelang dann an dem Vergleich dieser Muttergottes mit zwei weiteren Madonnenbildern:

Einem schwäbischen Votivbild und der Madonna von Fatima.

Hier kamen die Begriffe “Volkskunst” und “Kitsch” mit ins Spiel und da kann man dann noch endlos weiter diskutieren, wie man alles, was unter Kunst läuft, zerlegt, unterscheidet, definiert und in Schubladen steckt. Im Prinzip geht es mir aber dabei darum, mich mit dem auseinander zu setzen was Menschen machen, die Lust haben etwas auszudrücken und in Formen zu bringen sei in mit Farben oder mit anderen Materialien! Für mich erweitert sich durch das Anschauen der Kunst der Vergangenheit der Horizont in jene Zeit, aus der die Werke stammen, und bei der Gegenwartskunst werden mir Perspektiven auf mein Leben geöffnet, die ich ohne die Werke nicht finden würde.

Achtung: Das näcshte Mal treffen wir uns erst im August wieder:

10.8-2010 um 11 Uhr online.

Auch neue Teilnehmer können sich anmelden und zwar unter:  http://www.senioren-lernen-online.de/joomla/index.php

Was ist Kunst?

5. Juni 2011

Immer wieder haben wir zwischendurch die Frage am Wickel, was Kunst ist. Heute veröffentliche ich die Gedanken von Johannes, der mir schrieb:

“Im Anhang findest du den Flyer einer Einladung, die ich gestern erhalten habe.
Diese Einladung, vor allem das Zitat von Max Ernst, hat mich zum Nachdenken gebracht.
Das Ergebnis findest Du ebenfalls im Anhang. Gerne stelle ich diese Gedanken zur Diskussion, sei es per Mail, auf unserer Posterous-Plattform Kunstsurfen oder mündlich beim nächsten Stammtisch.”

Hier ist die Einladung, die Johannes angeregt hat: Ausstellung in Speyer

Seine Gedanken dazu sind:

“Die Malerin Sybille Lampe stellt sich mit einem Zitat von Max Ernst vor:

„Kunst ist nicht Sichtbares wiederzugeben, sondern Unsichtbares sichtbar zu machen.“
Solch einen paradoxer Ausspruch kann ich als rational denkender Mensch nicht verstehen. Wenn Unsichtbares sichtbar gemacht worden ist, muss es – nach meiner Logik – hinterher zu sehen sein, dann ist es aber nichts Unsichtbares. Wie dem auch sei, wenn es schon sichtbar gemacht wird, stellt sich die Frage, für wen es dann auch sichtbar ist.

Max Ernsts Anspruch an die Kunst ist m. E, erst dann erfüllt, wenn das Unsichtbare auch für jeden Betrachter sichtbar wird.

Sybille Lampe schreibt von einem „Spiel mit Form und Farbe auf der Leinwand“, das für sie „ein packender malerischer Prozess“ sei, und sie „lebe eine Leidenschaft“. Dagegen kann ch nichts einwenden.

Spiel, Prozess und Leidenschaft sind aber ihre subjektive Angelegenheit.

Bei Wikipedia lese ich: „Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses. Das Kunstwerk steht meist am Ende dieses Prozesses, kann aber seit der Moderne auch der Prozess selber sein.“

Wenn die Tätigkeit eines Menschen, sei es auch ein kreativer Prozess, im Subjektiven bleibt, ist das für mich noch keine Kunst. Kunst müsste objektiven Kriterien standhalten.”

Mondrian und de Stijl

5. Juni 2011

Zur Zeit läuft in München im Lenbachhaus eine Ausstellung über “Mondrian und de Stijl” und, weil die Bilder von Mondrian nicht nur in der Kunstwelt, sondern auch in der Mode und allgemein stilprägend gewesen sind, scheint es mir interessant, sich damit auseinanderzusetzen.

Die Ausstellung ist angekündigt unter

http://www.lenbachhaus.de/cms/index.php?id=51&tx_ttnews[tt_news]=171&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=51efbd8f31

Wie immer kann man über den Künstler bei Wikipedia mehr erfahren:

http://de.wikipedia.org/wiki/Piet_Mondrian

Seine frühe noch impressionistische Malerei zeigt z.B. das Bild “Die Mühle” im Nationalmuseum in Athen.

Beeinflusst war er vom Kubismus z.B. von George Braque: Geige und Palette, 1909

Er gehörte zu den Künstlern um die Zeitschrift “De Stijl”, deren Manifest Auskunft über ihre Ziele gibt.

Verglichen haben wir die verschiedenen Variationen des “Stillleben mit Ingwertopf

Sowie das Tableau Nr. 2 in seinen Variationen.

Tableau 2, 1922   (man achte auf die schwarzen Linien des Gittermuster, die nicht bis zum Rahmen durchgehen)

Für das nächste Mal wollen wir uns dann noch mit den Boogie-Woogie Bildern beschäftigen, auf die Ursel uns aufmerksam gemacht hat.

Gilbert & George

4. Juni 2011

  Gilbert & George sind zwei ungewöhnliche und inzwischen weltweit berühmte Zeitgenossen, die vor allem sich selbst in großformatigen Werken inszenieren. Hauptsächlich schaffen sie große zusammengesetzte Bilder, die oft auf Fotografien beruhen, die sie in unterschiedlicher Weise verfremden. Sie wollen zwar eine einfach verständliche „Kunst für alle“ schaffen, doch sind ihre Bilder oft vielfältig verschlüsselt.

Ihre Themen gestalten sie oft provozierend kitschig, dabei geht es um Religion, Sexualität und Diskriminierung.

Sie begannen in jungen Jahren als:

„The Singing Sculpture“ (1970). Bis 2.3 Minuten ! http://www.youtube.com/watch?v=dGBaShS_Ktg

Später kamen Bildreihen hinzug:

Black Church Face von 1980 http://www.tate.org.uk/modern/exhibitions/gilbertandgeorge/images/rooms/1980-BLACK-CHURCH-FACE.jpg

Death after Life von 1984 http://www.artinfo.com/media/image/90515/001_gilbertgeorge.jpg

Spunk Money 1997 (Mumm Geld) http://www.all-art.org/art_20th_century/gilbert_george1.html (Auf dieser Seite gibt es eine Reihe von Bildern, Spunk Money ist das fünfte von oben!)

Sonofagod (2005) http://www.whitecube.com/exhibitions/sonofagodpictures/

Jack Freak pictures (2011) http://cult-mag.de/wp-content/uploads/2011/03/2008_STREET_PARTY.jpg

 (Diese Bilder waren zuletzt in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen.)

Ernst Ludwig Kirchner

3. Juni 2011

Diesmal bin ich ein bisschen spät mit meinen Surfberichten. Aber ich arbeite jetzt die Monate März, April und Mai hintereinander weg ab.

Also im März war Ernst Ludwig Kirchner dran:

Wie immer gibt’s hier erstmal den Link zu Wikipedia  http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Ludwig_Kirchner

für die Lebensdaten und den ersten Überblick über das Werk. Angeschaut haben wir uns:

Das erste gemalte Selbstbildnis mit Pfeife http://www.moma.org/collection/object.php?object_id=37232  auf der Postkarte vom Juli 1914

Selbstbildnis mit Modell, 1910/1926, Öl auf Leinwand http://www.kirchnervereinfehmarn.de/bild.php?page=termine&bildnr=444&pos=1&artnr=378

Der Staberhof auf Fehmarn  http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Kirchner_-_Gut_Staberhof_auf_Fehmarn.jpg

(http://de.wikipedia.org/wiki/Staberdorf)

Und verglichen haben wir die drei Berliner Straßenszenen

http://en.wikipedia.org/wiki/Ernst_Ludwig_Kirchner ganz unten

Eine Ausführliche Biografie von Ernst Ludwig Kirchner gibt es übrigens hier: http://www.kirchnermuseum.ch/25402/4744.html

Und folgende Ausstellungen waren im März mehr oder weniger aktuell:

Kunsthalle Hamburg http://www.ndr.de/kultur/kunst_und_ausstellungen/hamburg/kirchner131_p-4.html

Kunsthalle Darmststadt http://www.kunsthalledarmstadt.de/

Sprengel Museum Hannover http://kultur-online.net/?q=node/12737 = Ausstellung: Zwei Modelle der Brücke-Künstler 29.08.10 bis 09.01.1,  Sprengel Museum Hannover

(Das Bild oben stammt übrigens aus Wikipedia Commons und ist dort als gemeinfrei notiert.)


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